Tadeusz ŚlipkoCorresponding author

Die ideologischen Scheidewege des modernen Polen

Article
1 – 1996, pages 57-71
Date of online publication: 30 November 2020
Date of publication: 30 November 1996

Abstract

Wenn man das Bild eines modernen Polen aufzeichnen will, dann scheint es sinnvoll zu sein, aufzuzeigen, welche Einstellung ein modemer Durchschnittspole zu drei gesellschaftlich-moralischen Werten hat: zu der persönlichen Würde, zu der Wahrheit, zum Eigentum und zur Arbeit. 

Es ist allgemein bekannt, daß in der Nachkriegsgeschichte unseres Volkes das Jahr 1989 eine deutliche Zäsur darstellt: das 45 Jahre lang unbeschränkt herrschende kommunistische Regime wurde gestürzt, und an seiner Stelle wurde die liberal-demokratische Gesellschaftsordnung eingeführt. Das war kein ausschließlich ökonomisch-politisches Ereignis, Auch das weltanschaulich-ideologische Klima der polnischen Kultur und
Wissenschaft hat eine radikale Veränderung erfahren. Unbestreitbar ist für dieses Klima ein allgemeines Merkmal charakteristisch: uneingeschränkte Gedanken- und Redefreiheit. In dieser Hinsicht stehen die
zwei Epochen i n diametralem Gegensatz zueinander. So ist es nicht verwunderlich, wenn das Bild des modernen Polen Züge sowohl „des Polen der kommunistischer Zeit" als auch „des Polen der  postkommunistischen Zeit" aufweist.

Cite this article

Ślipko, Tadeusz. “Die ideologischen Scheidewege des modernen Polen” Forum Philosophicum 1 (1996): 57–71. doi:10.35765/forphil.1996.0101.4.